Donnerstag, 26. März 2009

noch mehr:
"so"..sagt der trugschluss umschlungen von beinen und wirr warr verbreitet nur noch mehr quak. so ein "piep-piep" und der speicher schon fast voll. ich will nicht mehr telefeonieren, nicht mehr reden und schon garnicht schreiben. schreiben nicht zurück schreiben. zu laut, aber dafür ein lachender straßenbahnwagon heute. gelacht und dabei schon fast geweint.
ein gang, kein langer, aber doch erbaut aus großen steinen, viele große steine herangeschleppt, nur damit ich gschwind drüber renn. ein gang und am ende das licht. das licht vom aufzug, nur selten erblickt, erwünscht immer, aber dennoch zu wenig davon. wenn's auf diese großen steine scheint, reflektiert und füße die drüber rennen. wer kann diese fragen beantworten? schreibsüchtige, tollwut in den fingern, den verletzten klauen, schon wieder ein kratzer, der kaum verheilt. wunde wunden für immer, für mindestens zwei wochen. ob sonne oder die gefrorene flüssigkeit es fällt immer irgendwas runter auf mich. nasse haare und gekräuseltes haupt. der trost, das antlitz lächelt, noch immer. zumindest sich gegenüber. rote rüben sind nicht da und weißkraut verdirbt allmählich, langsam in der kälte aber es verdirbt.
aja, und die fragen, die keiner beantwortet. warum ein streit noch nicht? warum ich nicht warum fragen will? wer will fragen wie weit der linke fuß nach rechts zeigt? verherrlichung genau in der zeit jetzt

Samstag, 21. März 2009

wer glaubt, dass grün als lächerliches zierwerk eines opulenten schmauses dient, der übersieht allzu leicht dessen schmackhaftigkeit, wenn auch zugleich satt und nach dem schmatzen, der bauch prall voraussteht, die vollmundige rosa von gestern bleibt nur bis zum ersten kiwisaft, entsetzt und zugleich ur plötzlich erschrickt sie dann beim ersten stuhlgang. es war wohl ein sehr langer abend für sie. doch nun folgt, noch folgeschwerer ein noch längerer abend. wiedererwartend langweilig, aber zumindest sinnesgemäß. höfflichkeiten und gestenreiches geplänkel und dann noch ein verflucht langer, kalter nach hauseweg wegen den letzten fünf minuten. so, zuhause angekommen verbleibt nur noch die restzeit vom jetzt. der anfang vom schlaf schon heiß ersehnt, doch leider das unwollen des geist setzt außer kraft den körper noch immer nicht. wer verwirrt, bleibt im gewälzten bett, auf frischem grün gebettet und erwartend oder und das ist wahrscheinlicher .. dennoch verwirrt

Montag, 16. März 2009

im vorzimmer steht noch immer das schon getrunkene herum, es wird viel zeit brauchen es wegzuschaffen. die alten shoes with holes verschwinden in der restmülltonne, aber hetzen bringt auch nichts dabei. wenn doch endlich die entzündete wunde nicht mehr bluten würde. von vorgestern weiß hab ich noch den geschmack vom eis im mund. leicht unterkühlter körper aber nicht vom mohneis.

Montag, 9. März 2009

Bin auf der Suche nach dem Besten Chinakohlrezept. Dizzy meint nur emotionslos: "Den kannst ja auch so essen!" Aber mit ihm übers Essen reden bringt sowieso nichts. Immerhin frisst er sein Haus! Der gestrige Abend mit ihm war zwar sehr amüsant, aber in der Früh dann wieder dieses Murren und der grantige Blick. Neuerdings spart er sich sogar die Begrüßung. Kein "Hallo", kein "schön dass'd wieder da bist" nur "hast ma nix mitbracht?" Seine Stimmungsschwankungen verstreut er dann am ganzen Boden und ich muss den Dreck wieder zammklauben. Gestern hat er mich sogar gebissen, wie ich ihn streicheln wollte.

Montag, 2. März 2009

endlich. nackt vorm bildschirm sitzen mit offenem fenster und dabei nicht frieren. das fenster ist offen und draußen tropft der regen, kein brasseln, kein lautes niederschellen nur einzelne tropfen, nur ein lauter basslaut der das blechdach berührt.- ich sitze nicht nur ich warte nicht nur im schwebenden rauch bleibt dies endlos nur doch noch ein nur. sogar das buch mit roten seiten schweigt und die lautlosen zeilen der geordneten musik stehen still. still ist es noch immer nicht, der weiter tropfende bleibt und der endlos schreibende ersehnt nur noch ein meer. mehr aus dem weiter, lache, lache so laut. dass die tropfen übertönt und schlafen bei offenem fenster.
sowieso.
sitz in der masse, unter den zuhörern, auf der bühne chateau kierling. ich bin nicht auf der bühne, sitz mitn mikro unter den fremden, erst beim letzten lied. absurderweise muss ich dann auch noch duschen gehn vorm konzert, ein beiger rock und es ist schon 21 uhr und ich bin noch immer nicht beim stoll. werden ja auf mich warten, weil ich verschlafen hab und schnell bevors losgeht den text runterstottern. laufen mit beigen rock

Mittwoch, 25. Februar 2009

noch einmal zurück. fisch mit roten rüben, fisch mit paprika, essen im kühlschrank, unwahrscheinlich aber doch, beim öffnen erschreck ich dann. keine leeren, restigen gläser, ein topf mit essen. schmackhaft nicht nur gekühlt. den vater endlich wieder umarmt und endlich wieder ein bussi gegeben, ein richtiges. ihn nicht bemitleidet, endlich nicht bemitleidet sondern bewundert. nur an seiner grenze gesehen und sein immer noch lächeln im gesicht, nicht nur für die fremden, nicht nur seine ständige maskierung sondern auch ein bisschen für mich. für mich allein, danke.

mein löwe sitzt noch immer im blumenkistl.

der kalte wind verdirbt mir zwar immer mehr, wasser von oben, ob gefroren oder flüssig verträgt sich nur schwer mit der schwermütigkeit. Dennoch werter Herr, Hauben hab ich noch genug.
Kommt ein gleiches fades aug dann auch noch daher, dann reichts erst einmal. naja es ist nicht immer gleich ein SSW/Kapok Polster. es sind die diese mich begeisternden, die diese mich weiter treibenden. um ungewollt zu sagen.. ja, natürlich, und.. dankeschön. dankeschön mehr für euch und nur noch zum schluss ein kuss...

Dienstag, 24. Februar 2009

beine umranken, ein fluss und eine überflutete wohnung. mutter wohnt gleich nebenan. in einer dreieckigen wohnung, verschlungen. mit bunten ecken, dreiecken. sie sagt mir nicht dass weihnachten schon vorbei ist und sie sagt mir auch nicht dass es keine geschenke gibt.
dafür ein besuch bei brigitte mit rumkuchen, mehr rum als kuchen. wenn der besuch noch nicht da wäre, würd ich auch noch bleiben, aber ich muss weiter. wiesen mit schnee und ohne lift und mit vielen skifahrern. bindung nicht kaputt nur anders. mit schuhen oder füßen fahren. mutter hat ein neues auto, ein zu großes, amerikanisches und sie fährt seitlich.
am fluss bleibt doch noch die wohnung trocken, aber immer beim heimkommen nasse füße bekommen. wink mir doch zu, aber mutter sieht erst jetzt, dass ich neben ihr wohn. an der kreuzung vom wasser.

Montag, 16. Februar 2009

genauso wirds nicht gehen

am bett liegt soviel zeit;
ein geschenk von zeit und doch noch mehr; es wird nur langsam mehr, bestehend aus zu vielen einzelteilen; die stunde zeigt nicht mehr die vergangenen minuten; die wegbebleiter schreiben auch nicht mehr.
..nur noch seine wampn schaut hervor, der schnee hat sein grinsen verdeckt, grinsen zwischen warm und kalt und wenn diese bilder doch nur verständlicher wären. obwohl verständlich kann ich immer noch sein, warum dann jetzt?
gebackenes rundes schon verzehrt und jetzt kommt die gier nach noch mehr gebackenen rundem. obwohl oval wär auch nicht schlecht. das blech ist leer und der rest sind die brösel und der durst vom knoblauch. nein, es gab nichts außergewöhnliches, nur pizza... vorstellung zerstört?
der apfelkuchen von gestern ist schon genauso hart, wie der vom letzten mal, aber ich werds schaffen, mürbteig! Teig is ja schon, aber nicht mürb.
muss wieder zur zeit und schaun wo und wie was warum auch weiterwächst..

Montag, 9. Februar 2009

zu schnell lesen...

Gerade festgestellt, nicht alleine, dass mein oder besser gesagt unser Wissen über die Geschichte Österreichs sehr, sehr lückenhaft ist. Auch meine Sprache ist durchs "diplomische" Schreiben ganz anders, aber das tut hier nichts zur Sache.

Deshalb wird jetzt langsam gelesen, denn die ständige Verfügbarkeit des Wissens im Netz bedeutet für mich eigentlich nur, dass ich mir nichts mehr merk..

Soviel zu den einführenden Worten eines Versuchs ein paar Schritte in die Vergangenheit zu wagen.

HEUTE:
Die Geschichte des Gulasch

Die Tradition der „Österreichischen“ oder auch „Wiener“ Küche soll in diesem Kapitel vorherrschen. Jedoch muss zunächst der Begriff der Tradition geklärt werden. Denn die „traditionellen Speisen“ entstanden aus Österreichs politischer Lage als Vielvölkerstaat und Doppelmonarchie im 19. Jahrhundert.

„Die Erfindung von Tradition ist die Erfindung von Stereotypen: Das Gulyas (österreichisch. Gulasch) kann als Beispiel für die Kreation eines Gerichts als nationales Symbol gewertet werden.“
(Essen und kulturelle Identität; S.183)

Das Gulasch soll hierbei als Beispiel der „Konstruktion“ einer Tradition dienen.
Ursprünglich stammt es aus Ungarn, abgeleitet von „gulyás“, der Rinderhirte war es ein einfaches Fleischgericht, das zunächst von Rinderhirten in einem Kessel gekocht wurde. Erst das Paprikapulver, das durch die Entdeckung Amerikas nach Europa gelangte verlieh ihm seine typische Schärfe.

Der Einzug in die Wiener Küche gelang dem Gulasch allerdings erst relativ spät, denn das Paprikapulver wurde zunächst nur vom Bürgertum genutzt, während sich der Adel lieber „an die teuren, exotischeren Gewürze“(Sacher Kochbuch, S. 248) hielt.

Der ungarische Adel benutzte das Gulasch mit dem scharfen Paprikapulver um 1790 „als Zeichen der Opposition gegen Wien“ (Kulturelle Identität, S.183). Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sich das „Wiener Gulasch“ (Gulyás nach Wiener Art) zu einem Standardrezept entwickelt. Anhand des Gulasch ist ersichtlich, wie sehr eine Speise für Nationalitätsbewusstsein steht, denn international gesehen ist das Gulasch eine Österreichische Speise. Das Wiener Gulasch „gilt heute als das „eigentliche Gulasch“, das so in aller Welt bekannt ist.“ (Wikipedia, 8/2/09; 14:58h).

Mittlerweile gibt es an die 27. Variationen des Gulasch (laut Sacher Kochbuch, S.253). Diese entstanden aus der Verfügbarkeit und der Kosten der jeweilig verwendeten Lebensmitteln und Gewürzen. So wird beim „Kaisergulasch“ ein Rindslungenbraten verwendet und mit Nudeln serviert. Beim „Bauerngulasch“ hingegen verwendet man den wesentlich günstigeren „Wadschunken“ (Fleisch von der Rinderwade). Als Beilage dienen kleine Semmelknödel. (Sacher Kochbuch, S. 253).

Sonntag, 8. Februar 2009

"It made me sick, made me drunk.
When burned down candles reminded me,
it was too dark to see...
..So fold hands in their dust..fold hands not to pray, not to pray

it made me sick, made me drunk."

Mittwoch, 4. Februar 2009

Defatigatio!

zu warm ist das Bett.

Freitag, 30. Januar 2009

Umzug oder nur Seitenwechsel

Katzi Katzi schaut mich wieder verdutzt an. Mitz, mitz, mitz..komm. Aber dazischen liegen drei Stockwerke und ein Hof. Ein Loch ein großes aus dem ein Baum ragt, während sich zu seinen Wurzeln Farne kringeln. Schnee müht langsam herab, verheddert sich im Farn.

Gestern das Klump zusammengeschnürt, ein bis 100 kleine handliche Päckchen. Die Sau schon vorausgeschickt zwecks Gutachten und dann endlich übersiedelt. Nicht mehr links abbiegen, sondern rechts, der Lift fährt auch bis ganz hinauf. Zwischen Hof und Thurngasse blicken die Worte ganz anders aus dem Fenster.

Und Katzi Katzi schaut mich wieder an. Wieder nur von gegenüber.

heimreise

Zu früh am Bahnhof, oder auch zu spät. Naja, eigentlich wollt ich sowieso mit dem Zug um 22:29 Uhr fahren, aber es ärgert mich trotzdem, dass ich gerade bei diesen Minus Temperaturen den vorigen Zug um genau zwei Minuten verpasst habe. Der Bahnsteig ist leer und meine Hoffnung auf eine Verspätung, trotz Schneelage auch weg. So sitz ich im Warteraum, der jetzt Video überwacht wird, ein schängelndes Auge am Eingang verweist darauf. Ich grins in die Kamera. Ein Kinder-Bueno lächelt zurück, aber der eine Euro ists mir nicht wert. Zeit vergeht und mehr Menschen betreten den Warteraum und ich bemerke, dass Freitag ist. Woran? Vor allem an der Kleidung der Jugendlichen. Trotz der Temperaturen tragen die Mädchen ihre süßen, viel zu kurzen Jacken und ihre süßen überaus engen Hosen. Die Make-up Menge in Ihren Gesichtern ist verhältnismäßig vergleichbar mit meiner wöchentlichen Ration. Ich lächle Ihnen zu und denke dabei an Harnwegsinfektionen und Eierstockentzündungen. Außerdem, dass ich in dem Alter, der Schönheit wegen genau so angezogen war. Was hat die Mama immer gsagt: „Bitte zieh da an langen Pullover an, kannst ihn ja dann eh gleich ausziehn, oba du verkühlst da die Blasn.“ Recht hats gehabt, die Mama und ich geb das Recht haben zumindest hierzu auch weiter. Zum Beispiel hatte Nina heute Abend nur ein hautenges T-shirt und eine „hört unterm Busen auf Weste“ an. Konnts mir nicht verkneifen „Is dir net kalt?“, „Ja.“
Zeit vergeht und „Achtung Bahnsteig Zwei“ fährt ein. Ein leerer Wagon, fast leer. Ein kleiner sehr laut telefonierender Chinese und ich werden zusammen die Fahrt nach Wien antreten. Hör Ihm nicht zu, bin auf die Tonspuren fixiert, aber er wird lauter! Klosterneuburg-Weidling, die Worte mit lauten I’s und U’s vermehren sich. Nussdorf: ich glaub er ärgert sich über irgendetwas. Mich ärgerts auch und ich dreh von Vol.35 auf Vol.40. Spittelau: Telefonat beendet! Doch nicht still, er hat ein Lied angestimmt und trällert. Ich halt ihm noch die Tür auf, wieder ins Kalt und lächle ihm zu. Er dankt für die aufgehaltene Türe und läuft hinaus. Ich summ sein Lied noch zu Ende und begeb mich auf die unendliche Weite der Porzellangasse.