Samstag, 14. November 2009

zu feig um zu schneiden. ein paar strähnen fallen, aber die abwasch ist noch immer weiß. fettiges leicht kaputte spitzen.
wieder fällt sägespäne auf den boden, verstauben die blätter. der wäscheständer steht noch immer im weg und die dübeln sind schon ganz herausgerutscht. dafür fühlt sich der efeu endlich wohl und treibt und treibt.
zimmer und türen schließen und vorhänge zuziehn, aber nur um zu schlafen. katzi katzi füttern müssen und nicht vergessen dürfen. stinkate haut ist genauso müde wie der rest und der kopf wippt nicht mehr im tackt. eventuell noch telefonieren, oder doch ein nettes sms schreiben?
kisten endlich entleeren und ausse damit. der rest landet übern bett, mein neues schwarzes loch. verschluckt und verschluckt, verkutzt sich auch nicht. jetzt bald fährt ein zug und ein depreziner langos in meinen mund.

Dienstag, 13. Oktober 2009

linke Schulter, Palme.
rechte Schulter, Wiese.

windliger herbst und auf der terrasse biegen sich die paprika. kirschen gabs heuer noch keine. wer nicht will, der darf nocheinmal.

Freitag, 18. September 2009

Wasagasse 26/24

‚Jetzt starrt vor mir ein leeres Blatt. Du vernichtest sie alle und . ja was und, kein und in sicht nur die letzten allerletzten wort für heute. Sollt besser schlafen und löschen. Es ist soweit. Morgen wird nocheinmal gearbeitet und dann wird gehäkelt und laufräder sind verrostet, weil laufräder mich zerstören und laufräder mich unendlich selbstkritisch und verzweifelnd machen. Sozusagen kein mehr wissen als jetzt. Es ist nicht still weil der eiskasten kühlt und weil die finger tippen und es ist nicht still weils in mir summt. Es summt, es singt es schreit heraus. Heraus? Hinein! Bleib nicht stehen und bleib nicht im kreis und bleib nicht und sei nicht und trau dich nicht! Hahah ich geb nur noch die letzten schase von mir bevor ich in die traumwelt vom unterbewussten gleite- und drunter erhebt sich dann des nächtens, des wahnsinns wahnsinn kommt in der nacht. Es sind keine deckenträume. Er wartet nicht nur. Um mich herum liegt der ganze dreck, der sich mein eigen nennt. Mein eigenes klump und es macht mich so schwer. Schwer und träge und noch viel langsamer. Könnt mit 50km/stunde über die währingerstraße laufen. Klumpiges, mistiges scheissdreck klumpart. Haha morgen gibt’s a müach fürn kafee. Der ärmel is fertig, einer von zwei. Der mensch hat zwei arme besser als mehr, weil für mehr noch mehr maschen zu machen wären.

So! es ist die zeit um mich zu bewegen. Die letzten schritte führen zum flachen, muldigen rest einer grässlichen kaltschaummatratze und zu den warmen und eventuell halbwegs erträglichen nachtfaltern. Die haben sich schon auf die lauer gelegt oder sinds gar motten! Motten erschlägt man leichter als fliegen. Motten sind aus staub, wenn zerdrückt bleibt nur grauer staub. Mag motten und mag zedernöl, dass die motten nicht mögen. Mögen mag gemögt? Und vielleicht sogar a zecherlkas.

Das wars.

Wünsch euch allen die beste nacht.

Sonntag, 19. Juli 2009

heut blast weg.
da lavendel hat glaubt, dass er fliegen kann. vom dach in den hof is aber a ganzes stückal weit und jetzt schaut a ganz traurig drein. melk und zehentegg als zielhafen und dann in der grube kleine sandburgen bauen..

Samstag, 27. Juni 2009

Es war kein Samstag wie immer. Es ist ein Samstag, andre Leut und andre Befindlichkeiten. Wir sind die Befindlichkeitszerstreuer, weil auch wenn er grantig schaut bring ich ihn zum Lachen. Nein, Danke, Bitteschön.. und ein schönes Wochenende. Um Sechs ist's dann vorbei. Es war lang und dennoch zu kurz.

Freitag, 26. Juni 2009

Es ist jetzt genauso heiß wie garnicht.
Stumm und vollgesaugt liegt sie da.
Poltern und Grummeln von Donner und Techno-Musik.

Atmet und horcht man dann jedoch hin
zirpt einer hinterm baum auf seiner geige.
losgelassens laub fliegt endlich davon

obwohls waschelnass von den letzten tagen

ich erinnere mich gerne
vor mir stehend diese ungezählten zimmerplfanzen


ein tag ohne armbanduhr wird unendlich lang
ein abend in der unterhaltungsindustrie zu müde um zu schreiben

Dienstag, 23. Juni 2009

Keiner hat das Recht zu gehorchen
Hannah Arendt

Freitag, 5. Juni 2009

heut war ein tag.
nicht zu lange, ein wenig kurz in all dem getanen.
vorm legt sich müde zur ruhe und ich erfreue mich meiner grube.

ich bleibe nicht länger sitzen hier. stell da die blumen hin und gieße. feige umgetopft, freilich erfreut über wohltuendes neues.

eigentlich tuts grad ganz schön weh, aber eigentlich bleibt liegen. zuviele schritte hinauf und hinunter die mariahilferstraße. ich geh genau noch zehn, bis zum bett zurück zum klo und bis zum bett. müde bin ich jetzt und müde werde ich morgen nicht mehr sein. die letzten stimmen verhallen in der badewanne.

doch und ist und liebe ich ist wo?

Mittwoch, 3. Juni 2009

So gesehen hat er's bald gschafft. Nur noch zwei bis drei Meter. In den letzten Tagen ist er auch noch schneller geworden.
Wer am Faden fester zieht schaffts vielleicht, dass er reißt. Die Sau erschreckt mit nassen Haaren. Laut kann er sein und lauter wird er von Tag zu Tag und dann erschreckt er vor nassen Haaren? Sollt ihn wiedermal zusammenpacken und ins lange Grün bringen. Fressen bis zum Umfallen. Kleiner Magen und noch dickere Sau.

Donnerstag, 28. Mai 2009

Betrübt fällt Trost ab von Ihren Mündern.
Nass und auch ein bisschen kalt unter Wollsucken versteckt.
Rauscht der Wind vorbei, aber es ist still. Nass und still.

Ein Vogelhaus gebaut. Holz gebrochen und zusammengesteckt. Zu kleines Vogelhaus. Zu groß die Vögel.
Letzte Töne erklingen am Blechdach. Es fallen auch die schweren Steine.

Dienstag, 26. Mai 2009

es wäre unwahrscheinlich

es wäre vielleicht sogar wahr

aber es wäre nur



der abend erzählt mir von der nacht. es riecht schon danach, riecht nach kuchen, kuchen ohne backpulver

wenn er langsam schreitet wirkt er fast arrogant. doch wenn er noch immer über die steine stolpert weiß man schon er is ja garnicht.

ein lauer abend. wiese wispelt schon recht laut. es bedarf keiner worte um zu hören. ich fall hinein, darf lassen und ohne weitergeschimpfe. unrechtmäßig passiert nur was ich denk.

...meine besten freind, beim besten willen net kennt.....



nur noch ein und nur noch ein und nur noch ein

vervielfältigung, wiederholung erholt sich nie.

Mittwoch, 20. Mai 2009

erklärung heute!

es bedarf vieler irrtümer um dahin zu gelangen. aber groß und klein hat mich nicht davon abgehalten.
es räuspert sich im hof
oder schnäuzt wer sich?

vor den gezeiten erwacht und unendlich müde. ein tag hat geleutet und geschrien in der küche. lächle nur freundlich nicht unfreundlich heute. merkwürdig, denn gelacht wird eigentlich beides. sollte
darf sich heute ausruhen.
ebenso
auch nebenbei fernschaun.
und
egal
wie ich den aschenbecher auch stell, es raucht in mein gesicht.

deshalb bleibt ein wiedersehen auch un.. ja welches un? ausgesprochen, beliebt und unverbraucht. der letzte hauch ist nur ein runzeln von der stadt, wo die schrein in den räumen und gegessen wird eis.

es treibt nicht nur, es zeigt und dabei nur immer wieder stolpern. pflasterstein in wien, ganz viele und gehobene zehen verraten den fersen nichts. drüber über die dächer sieht man nicht, man zeichnet nur ein eignes weitres eignes bild.
es ist nicht nur abend, sondern schon nacht. keine runden ziffern.

so sitzen zwei. ihrer fremd und eigensinnig. a bissl unmoralisch und furchtbar neurotisch.
es weiß keiner oder glaubt keiner derer zu kennen. es ist nur noch einen grinser weit entfernt und beschlossen betroffen besoffen sitzen zwei. ihrer fremd und

ihrer.

Dienstag, 12. Mai 2009

der letzte bissen liegt mir im magen.

Montag, 11. Mai 2009

Es starrt am Hintergrund: der Woad. Es wird wohl wieder unendlich schwierig werden, nicht zu löschen und zu zwischenschreiben. Es muss der Blick starr bleiben am leuchtenden Blatt und keine Ablenkung.
Zuerst einmal bevors vergeht gehört gebannt aufs Blatt. Der Blick.
Es hat geregnet und gerochen nach Regen auf Sonne. Ein Gespräch geführt mit einer frechen Amsel von der Küche aus.
Am linken Fensterbrett wächst aus Steinen Wiese, ganz hoch, viel Vogelmiere und eine Hand.

Eigentlich unbeschreibbar, nicht wiedergeben.

Der letzte Traum war ein Film und ein Traum, den ich nicht weitersehen konnte. Durfte. Decke übern Kopf am Nachmittag. Es ist laut draußen und dann plötzlich still. Müde Gesichter am Weg zur Post getroffen. Über ein Rad gebeut und immer weniger Menschen überholt. Nach raus von den vielen. Die Sonne hat sich dann beim Heimweg hinter den vielen Brücken über den Fluss versteckt. Eine Ratte, die schnell überquert. Eingebogen und dann über Pflastersteine und Gleise. Getrunken, gelesen.
Zehennägel lackiert und jetzt ständig dran kletzeln. Verschwitzte Haut und Finger.

Dienstag, 21. April 2009

Trotz der widrigen Umstände lässt sich der Ort klar bestimmen:
Der Donaustrand am südöstlichem Ende der Stadt.
Es scheint nur noch so ein Hauch von Sonne, obwohl sich die Dämmerung noch nicht gelegt hat. Es ist nicht kalt und weht nicht.
Gesichter haben sich versammelt zu Ihrem allwöchentlichen charmanten, ungezwungenen und ab und zu mühsamen Treffen. Vereinsamt wirkts trotzdem noch. Es ist still und niemand geht. Niemand geht vorbei.

Es beginnt mit.

Es beginnt mit einem Nass, zumindest Ansatzweise.
Es beginnt mit Aufsperren, wenn schon zugesperrt von den Anderen.
Es beginnt mit Kindern, die nicht schaun wo sie hinrennen.
Es beginnt mit einem weitaus grüneren Baum, als bisher gekannt. (geglaubt zu..aber das wär was andres)

deswegen

Es beginnt mit.

Gefladerter Flieder schaut sehr traurig.
Es ist ohnedies schon zu spät für weiterführendes Untun.
deshalb (auch ähnlich deswegen, aber wegen ,b' Gehalt um einiges wohlklingender)
ich verabschiede mich hiermit und verbleiche.